Fotobuch

Der wahre König Artus und die Suche nach Avalon

Verborgene Plätze in Schottland, Cornwall, Wales und auf der Isle of Man

von Gerald Axelrod

 

Die Suche nach König Artus ist ein faszinierendes Rätsel. Wer sich näher mit ihm beschäftigt, steht früher oder später vor der Frage: Hat er nun wirklich gelebt oder ist alles nur eine Legende? Die meisten Artus-Forscher drücken sich vor einer klaren Antwort. Grundtenor: „Wahrscheinlich hat er gelebt, aber vielleicht auch nicht.“ Diese Aussage ist für uns genauso brauchbar wie der alte Witz: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich’s Wetter oder es bleibt, wie es ist.“ Deshalb ist es jetzt an der Zeit, endlich Klarheit zu schaffen, und zwar durch die gründliche Auswertung historischer Dokumente und durch neue Forschungsergebnisse.

 

Warum ist es so schwierig, Beweise für die Existenz von König Artus zu finden? Weil der echte Artus ungefähr von 470 bis 520 lebte, also in jenem dunklen Zeitalter, aus dem fast keine Texte erhalten geblieben sind. Fast ist nicht ganz. Es gibt Quellen, die Artus’ Existenz belegen und die wir im 1. Teil genauer unter die Lupe nehmen werden. Die Annalen von Wales aus dem 5. und 6. Jahrhundert erwähnen Artus zweimal und Merlin einmal. Leider sind diese Annalen nicht im Original überliefert, sondern nur in Abschriften aus späterer Zeit. Wurden sie nachträglich verfälscht? Oder wurden umgekehrt Beweise vernichtet? Tatsächlich gleicht die Spurensuche einem Krimi, denn es gibt eindeutige Hinweise, dass ein Mönch die Berichte über Artus’ ruhmreiche Siege absichtlich verschwinden ließ.

 

Zum Glück scheiterten alle Versuche, Artus der Vergessenheit anheimfallen zu lassen. Als Geoffrey von Monmouth im Jahr 1136 „Die Geschichte der Könige Britanniens“ schrieb und erstmals ausführlich von Artus und seinen Heldentaten erzählte, setzte eine Legendenbildung ungeahnten Ausmaßes ein. Nicht nur in Britannien, sondern auch in Frankreich und Deutschland schossen Romane über König Artus und seine Ritter der Tafelrunde wie Pilze aus dem Boden. Artus galt als Inbegriff des gerechten Herrschers, wie ihn sich jeder wünschte – und wohl auch heute noch wünscht, denn seine Popularität scheint ungebrochen. Außerdem ließen sich die Sagen durch die Abenteuer von Lanzelot, Gawain und anderen Rittern beliebig ausbauen und dank Merlin, dem Zauberer, mit einer gehörigen Portion Fantasy würzen. Das Ergebnis sind spannende, fantasievolle Legenden, auf die wir im 2. Teil näher eingehen.

 

Um das Jahr 1190 tauchte plötzlich ein neues Element in den Artus-Sagen auf: Die Suche nach dem Heiligen Gral. Parzival sah ihn, als es ihn zufällig auf die Gralsburg verschlug. Es ist der Kelch, aus dem Jesus beim Letzten Abendmahl trank und in dem sein Blut bei der Kreuzigung aufgefangen wurde. Der Heilige Gral soll alle Krankheiten und Verletzungen heilen. Doch als Parzival am nächsten Tag erwachte, war die prächtige Gralsburg zu einer Ruine verfallen. Später machte er sich erneut auf die Suche, ohne die Burg jemals wieder zu finden. Aber vielleicht gelingt uns dieses Kunststück, denn es gibt Hinweise, dass die Gralsburg auf der Insel Avalon steht. Dorthin brachte man auch König Artus, um ihn von seinen tödlichen Verletzungen nach der Schlacht von Camlann zu heilen. Die Insel Avalon existiert wirklich und wir werden sie entdecken!

 


Aus dem Inhalt
  • Burgen in Nordengland und Schottland
  • Hadrianswall
  • Glastonbury, Tintagel Castle und Winchester
  • Mystische Plätze in Wales mit Bezug zur Artus-Legende
  • Isle of Man
 
 
 

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Der wahre König Artus und die Suche nach Avalon
Stürtz-Verlag, 2018
24 x 30 cm, Hardcover mit Schutzumschlag
128 Seiten mit 149 Farbfotografien
ISBN: 978-3-8003-5982-0
Preis: 19,95 Euro (D) / 20,60 Euro (A) / 28,90 sFr. (CH)