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Wo das Reich der Nibelungen verborgen liegt

Eine Spurensuche in Deutschland, Österreich und Ungarn

von Gerald Axelrod

 

 Ist das Nibelungenlied eine Sage? Oder ein Mythos? Beruht die Erzählung gar auf historischen Tatsachen? Oder ist am Ende alles nur reine Erfindung – also ein Fantasyroman, wie man es heute nennen würde? Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen: Das Nibelungenlied enthält von allem etwas. Die Ursprünge reichen zurück bis ins 5. Jahrhundert, in die unruhige Zeit der Völkerwanderung, als die Hunnen unter der Führung von Attila weit nach Westeuropa vordrangen und auf einem ihrer Eroberungszüge das Volk der Burgunder besiegten. Dieses schreckliche Gemetzel prägte sich tief ins Gedächtnis der Menschen ein und wurde jahrhundertelang mündlich weitergegeben. Die Erzähler schmückten die Geschichte immer stärker aus und verwässerten gleichzeitig die historischen Fakten. So entstanden die Sagen vom Untergang der Burgunder, die sich wiederum mit anderen Helden- und Göttersagen vermischten.

 

Speziell die Abenteuer von Siegfried dem Drachentöter übten eine gewaltige Faszination auf die Zuhörer des Mittelalters aus, aber auch die Geschichten vom geheimnisvollen Rheingold. Enthalten diese Sagen ebenfalls einen wahren Kern? Gab es einen Helden wie Siegfried wirklich, und liegen auf dem Grund des Rheins unermessliche Schätze? Um Antworten zu finden, müssen wir uns wie Detektive auf die Spurensuche begeben und die Ursprünge dieser Legenden ergründen.

 

Als ein unbekannter Dichter um das Jahr 1200 herum das Nibelungenlied niederschrieb, ließ er sich von den alten, seit Generationen mündlich weitererzählten Sagen und Mythen inspirieren. Er griff manche Ideen heraus, die in sein Konzept passten, veränderte einige Geschichten und erfand neue Szenen dazu. Wir wollen nun versuchen, dieses Wirrwarr wieder zu entflechten: Welche Episoden des Nibelungenliedes lassen sich geschichtlich belegen, welche beruhen auf Sagen und welche sind reine Erfindung? Unser wichtigstes Hilfsmittel sind dabei die nordischen Sagen. Speziell in der Edda, der Wölsungen- und der Thidrekssage finden wir ältere Fassungen der Nibelungensage, die für das Verständnis des Nibelungenliedes eine wichtige Rolle spielen.

 

Die Edda und die Wölsungensage dienten auch Richard Wagner als Quelle für seinen Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“. Nachdem das Nibelungenlied mit dem Untergang des Rittertums vollständig in Vergessenheit geraten war, erlebte es erst im 19. Jahrhundert eine Wiedergeburt – und zwar hauptsächlich dank Wagner. Er schrieb und komponierte eine Neufassung des Stoffes, auf die wir im 3. Teil näher eingehen werden. Die verzwickte Handlung macht es dem Zuhörer allerdings nicht leicht, doch dieses Buch kann als kleiner Leitfaden durch die vertonte Sagenwelt dienen.

 

Schließlich wollen wir uns auf eine Reise zu jenen Orten begeben, wo das Reich der Nibelungen verborgen liegt. Der Dichter erwähnt unzählige Dörfer und Städte mit Namen, so dass wir auf den Spuren von Siegfried, Kriemhild und Hagen wandeln können. Speziell die deutsche Nibelungen- und Siegfriedstraße sowie die österreichische Nibelungenstraße bieten vielfältige Attraktionen, um die Besucher in die Zeit der Nibelungen zurückzuversetzen.

 

Aus dem Inhalt:

- Schauplätze des Nibelungenliedes: Orte entlang der deutschen Nibelungen- und Siegfriedstraße zwischen Worms und Würzburg sowie an der österreichischen Nibelungenstraße

- Nibelungenlied und nordische Sagen im Vergleich

- Liebe, Intrige, Verrat

- Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“

 

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Wo das Reich der Nibelungen verborgen liegt

Stürtz-Verlag, 2013

24 x 30 cm, Hardcover mit Schutzumschlag

128 Seiten mit 161 Farbfotografien

ISBN 978-3-8003-4612-7

Preis: 19,95 Euro (D) / 20,60 Euro (A) / 26,90 sFr. (CH)